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Aus der Jahreshauptversammlung (Juni 2007)

„Das Erreichte kann sich sehen lassen“

SPD-Ortsverein Teisnach bereitet sich mit neu gewähltem Vorstand auf die Kommunalwahlen vor

Unverändert präsentiert sich die Führung des SPD-Ortsvereins Teisnach nach den Neuwahlen: (von links) Schriftführerin Mariele Pfeffer, Kassier Karl Fischl, Stellvertreterin Annemarie Bergbauer, Vorsitzende Rita Röhrl, Stellvertreter Herbert Wittenzellner und Geschäftsführerin Christine Schrock.

 

 

 

„Unsere Arbeit konzentriert sich auf die Verbesserung der Lebensgrundlagen unserer Bevölkerung, soweit dies in unserer Macht steht“, sagte die Bürgermeisterin und SPD-Ortsverbandsvorsitzende Rita Röhrl. Mit den Wahlen eines neuen Vorstands sowie der Delegierten warfen die Kommunalwahlen bei der Sitzung des SPD-Ortsvereins schon ihre Schatten voraus.
Aber trotzdem sah Rita Röhrl keinen Grund, einen Konfrontationskurs zu den anderen Fraktionen im Gemeinderat einzuschlagen. „Ich bin froh über die gute Zusammenarbeit, und auch die Bürgerinnen und Bürger schätzen die sachliche Arbeit mehr, als sinnlose und kräftezehrende Streitigkeiten“, meinte sie. Profilierungssucht und Selbstdarstellung sei in der großen Politik so häufig anzutreffen, dass dies auf Gemeindeebene wohl kaum vermisst werde. „Wir sind gut aufgestellt und können uns alle mit dem Erreichten sehen lassen“, resümmierte sie in ihrem Tätigkeitsbericht über die aktuelle Situation in der Marktgemeinde Teisnach.
In den letzten zehn Jahren hätten sich die Voraussetzungen für die Arbeit in der Gemeinde aber auch durch die finanziellen Rahmenbedingungen immer mehr verbessert. Bereits seit 1996 konnte auf die Aufnahme von Darlehen verzichtet werden. Sämtliche Investitionsmaßnahmen wurden durch die laufenden Einnahmen finanziert. Dies waren von 1996 bis 2006 immerhin 15,3 Millionen Euro. Auch für das laufende Haushaltsjahr 2007 werden dem Gemeinderat Investitionen in Höhe von 2,6 Millionen Euro vorgeschlagen.
Seit 1996 sank die Verschuldung plangemäß. Den großen Befreiungsschlag aber bedeutete die restlose Entschuldung zum Jahresende 2006. „Damit ist der Markt Teisnach die einzige völlig schuldenfreie Kommune des Landkreises und weit darüber hinaus“, freute sich Röhrl. Trotz der Tilgung der Schulden und der Investitionen habe der Markt Teisnach seine Rücklagen kontinuierlich aufgebaut. Der Stand der Rücklagen beträgt zu Beginn des Haushaltsjahres 2007 6,9 Millionen Euro und wird nach der Zuführung am Ende des Jahres auf 7,6 Millionen steigen. „Wir müssen einfach gerüstet sein, wenn es einmal nicht so gut laufen sollte“, so die Bürgermeisterin. Auch der Gemeinderat sehe dies so - darum werde auf „Schauanträge, die viel Geld kosten und nichts bringen“ von allen Seiten verzichtet.
Ebenfalls erfreulich stellt sich die Situation im SPD-Ortsverein dar. Als neues Mitglied wurde Franz Dachs herzlich begrüßt. Die große Austrittswelle sei, so Röhrl, am Teisnacher Ortsverein vorbei gegangen. Insgesamt zählt der SPD-Ortsverein 45 Mitglieder.
Die Geschäftsführerin Christine Schrock informierte die Mitglieder über die Aktion der SPD zum Thema Mindestlohn. Hier sei man sich mit den Gewerkschaften darüber einig, dass dies ein bedeutendes Thema sei, bei dem die SPD nicht locker lassen dürfe. In mehreren europäischen Ländern gebe es bereits positive Erfahrungen mit Mindestlöhnen. Es könne nicht hingenommen werden, dass jemand von seiner Arbeit nicht mehr leben könne, so die SPD-Geschäftsführerin.
Neben den Vorstandsmitgliedern - der Vorsitzenden Rita Röhrl, ihren Stellvertretern Annemarie Bergbauer und Herbert Wittenzellner, Schriftführerin Mariele Pfeffer und Kassierer Karl Fischl - wurden als Beisitzer gewählt: Karl Stern, Josef Petersamer, Christian Stadler, Josef König und Ralf Heemeier. Delegierte zur Aufstellung der Kreistagsliste sind Josef Petersamer, Rita Röhrl und Annemarie Bergbauer. Den Ortsverein bei der Unterbezirkskonferenz vertreten werden Annemarie Bergbauer, Rita Röhrl und Mariele Pfeffer.