SPD-Ortsverein Teisnach bereitet sich mit neu gewähltem Vorstand
auf die Kommunalwahlen vor
Unverändert
präsentiert sich die Führung des SPD-Ortsvereins Teisnach nach den Neuwahlen: (von
links) Schriftführerin Mariele Pfeffer, Kassier Karl Fischl, Stellvertreterin Annemarie
Bergbauer, Vorsitzende Rita Röhrl, Stellvertreter Herbert Wittenzellner und
Geschäftsführerin Christine Schrock.
Unsere
Arbeit konzentriert sich auf die Verbesserung der Lebensgrundlagen unserer Bevölkerung,
soweit dies in unserer Macht steht, sagte die Bürgermeisterin und
SPD-Ortsverbandsvorsitzende Rita Röhrl. Mit den Wahlen eines neuen Vorstands sowie der
Delegierten warfen die Kommunalwahlen bei der Sitzung des SPD-Ortsvereins schon ihre
Schatten voraus. Aber trotzdem sah Rita Röhrl keinen Grund, einen Konfrontationskurs
zu den anderen Fraktionen im Gemeinderat einzuschlagen. Ich bin froh über die gute
Zusammenarbeit, und auch die Bürgerinnen und Bürger schätzen die sachliche Arbeit mehr,
als sinnlose und kräftezehrende Streitigkeiten, meinte sie. Profilierungssucht und
Selbstdarstellung sei in der großen Politik so häufig anzutreffen, dass dies auf
Gemeindeebene wohl kaum vermisst werde. Wir sind gut aufgestellt und können uns
alle mit dem Erreichten sehen lassen, resümmierte sie in ihrem Tätigkeitsbericht
über die aktuelle Situation in der Marktgemeinde Teisnach. In den letzten zehn Jahren hätten sich die Voraussetzungen für die
Arbeit in der Gemeinde aber auch durch die finanziellen Rahmenbedingungen immer mehr
verbessert. Bereits seit 1996 konnte auf die Aufnahme von Darlehen verzichtet werden.
Sämtliche Investitionsmaßnahmen wurden durch die laufenden Einnahmen finanziert. Dies
waren von 1996 bis 2006 immerhin 15,3 Millionen Euro. Auch für das laufende Haushaltsjahr
2007 werden dem Gemeinderat Investitionen in Höhe von 2,6 Millionen Euro vorgeschlagen. Seit 1996 sank die Verschuldung plangemäß. Den großen
Befreiungsschlag aber bedeutete die restlose Entschuldung zum Jahresende 2006. Damit
ist der Markt Teisnach die einzige völlig schuldenfreie Kommune des Landkreises und weit
darüber hinaus, freute sich Röhrl. Trotz der Tilgung der Schulden und der
Investitionen habe der Markt Teisnach seine Rücklagen kontinuierlich aufgebaut. Der Stand
der Rücklagen beträgt zu Beginn des Haushaltsjahres 2007 6,9 Millionen Euro und wird
nach der Zuführung am Ende des Jahres auf 7,6 Millionen steigen. Wir müssen
einfach gerüstet sein, wenn es einmal nicht so gut laufen sollte, so die
Bürgermeisterin. Auch der Gemeinderat sehe dies so - darum werde auf Schauanträge,
die viel Geld kosten und nichts bringen von allen Seiten verzichtet. Ebenfalls erfreulich stellt sich die Situation im SPD-Ortsverein
dar. Als neues Mitglied wurde Franz Dachs herzlich begrüßt. Die große Austrittswelle
sei, so Röhrl, am Teisnacher Ortsverein vorbei gegangen. Insgesamt zählt der
SPD-Ortsverein 45 Mitglieder. Die Geschäftsführerin Christine Schrock informierte die Mitglieder
über die Aktion der SPD zum Thema Mindestlohn. Hier sei man sich mit den Gewerkschaften
darüber einig, dass dies ein bedeutendes Thema sei, bei dem die SPD nicht locker lassen
dürfe. In mehreren europäischen Ländern gebe es bereits positive Erfahrungen mit
Mindestlöhnen. Es könne nicht hingenommen werden, dass jemand von seiner Arbeit nicht
mehr leben könne, so die SPD-Geschäftsführerin. Neben den Vorstandsmitgliedern - der Vorsitzenden Rita Röhrl, ihren
Stellvertretern Annemarie Bergbauer und Herbert Wittenzellner, Schriftführerin Mariele
Pfeffer und Kassierer Karl Fischl - wurden als Beisitzer gewählt: Karl Stern, Josef
Petersamer, Christian Stadler, Josef König und Ralf Heemeier. Delegierte zur Aufstellung
der Kreistagsliste sind Josef Petersamer, Rita Röhrl und Annemarie Bergbauer. Den
Ortsverein bei der Unterbezirkskonferenz vertreten werden Annemarie Bergbauer, Rita Röhrl
und Mariele Pfeffer.